Count your blessings

Gestern im Fontis Shop war es endlich soweit und mein Buch "Die Welt braucht keine Superheldin" hatte zusammen mit mir seinen ersten Auftritt!

Ich war ja so was von nervös und kribbelig im Vorfeld! Als aber nach und nach die Gäste eintrudelten, wurde ich innerlich immer ruhiger. Ich kannte mehr oder weniger jedes Gesicht, jede dieser Frauen ist an irgendeinen meiner Lebensfäden geknüpft. Da waren ein paar, die zu mir in die Beratung kommen und denen ich in meiner Aufgabe als Beraterin und Seelsorgerin zur Seite stehen darf. Da waren die, die vor 20 Jahren mit mir auf einer Sprachschule im Ausland waren oder die mit mir Lager geleitet haben. Da war Familie, ehemalige WG Mitbewohnerinnen, Mitarbeiterinnen, Nachbarinnen, Freundinnen, Frauen aus meiner Gemeinde....


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Eine Ode an die Ehe

Da lese ich doch einen Artikel in einer Schweizer Zeitung zum Thema «verheiratet sein macht krank». Eine Studie scheint bewiesen zu haben, dass verheiratete Paare mehr krank sind als Singles und Ungebundene. Und wenn dann schon nicht die Ehe krank macht, dann aber sicher die Scheidung – und die meine lieben Schweizerinnen und Schweizer ist heutzutage anscheinend schon eine fest eingeplante Option der Ehe...

"Ich gebe weil ich liebe, ich bekomme weil ich geliebt werde - bedingungslos!


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"Ich kann es (noch) nicht!"

Da sass ich nun im Zug auf dem Weg zu einer Prüfung, mit klopfendem Herzen und schwitzenden Händen; meine letzte Prüfung ist über ein Jahrzehnt her! Ich habe gelernt, mein Bestes gegeben, aber die zweifelnde Stimme in mir wollte einfach die Klappe nicht halten! «Was ist, wenn dein Bestes nicht gut genug ist?» flüsterte sie mir wie ein Mantra zu. «Du kannst das nicht, du hast dich bestimmt in deinen Fähigkeiten verschätzt!» - «Du wirst scheitern und dann werden alle dein Versagen sehen!» Ganz bewusst und mit grosser Anstrengung gelang es mir, den Lautstärkenregler für die positive Stimme in mir hochzudrehen:» Du genügst! Du gibst dein Bestes und das reicht! Du wirst nicht scheitern, sondern siegen – und wenn nicht siegen, dann lernst du etwas fürs Leben!»

Damit ich mich auf der 2 Stündigen Fahrt nicht selber innerlich halb totreden musste, hatte ich mir im Vorfeld noch ein Magazin gekauft, das ich gerne lese. Ich schlug die Seiten auf und landete als erstes beim Artikel «Das Gute am Scheitern»!

"Das Leben ist ein Prozess, kein Zustand!"

Antje Gardyan


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Von Fischen auf Bäumen...

Neulich stöberte ich im Weltbildkatalog die Neuheiten durch und als mein Blick beim Buchtitel «Am Arsch vorbei geht auch ein Weg» hängenblieb, musste ich herzhaft lachen. Der Titel ist provokant, das Bild dazu, eine Buddha Statue, die den Stinkefinger zeigt, in meinen Augen geschmacklos, aber als ich die kurze Beschreibung las, wurde ein Prozess in mir ausgelöst. Die Autorin schreibt darüber, dass wir Vieles in unserem Leben nur tun, um vor den anderen gut dazustehen und ihnen zu gefallen. Ihre These: Wenn wir uns ein bisschen mehr Dinge «am Arsch vorbeigehen» liessen, wäre unser Leben lockerer...

Wenn du einen Fisch danach beurteilst, ob er auf einen Baum klettern kann...


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Schritt für Schritt!

Letzten Sonntag war es wieder soweit: die Weihnachtsferien neigten sich dem Ende zu und unseren Kindern stand der Schulstart bevor. Ich kann mich noch sehr gut an das Gefühl des ersten Schultages nach den Ferien erinnern; es war ein Gemisch aus Wehmut und Nervosität. Wie schön und viel zu kurz waren doch die Ferien! Was erwartet mich wohl in der Schule? Der Sonntag Abend war dann jeweils eine traurige Angelegenheit und mein Wunsch, der Montag möge nie kommen, erfüllte sich in meiner ganzen Schullaufbahn leider nicht. Ich war mit meinen Kindern am Sonntag Abend auf dem Nachhauseweg, als meine Älteste plötzlich mit klagender Stimme verlauten liess:"Ich will morgen nicht in die Schule! Ich freue mich überhaupt nicht!" 

"Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab."

Marc Aurel


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Billy Biber & das innere Gleichgewicht

Erkenntnis dieser Woche: man sollte einfach nicht Billy Biber spielen, wenn man innerlich nicht im Gleichgewicht ist. Nein, ich rede nicht von Justin Bieber, sondern vom Kinderspiel „Billy Biber“. Da geht’s drum, dass man den Damm des Bibers abtragen muss, ohne dass dieser oben runterfällt. Mit einem Hölzchen muss ich die „Baumstämme“ aus dem Damm schieben und das Gleichgewicht des Bibers erhalten, denn wenn er fällt, dann meckert er und ich muss eines meiner 2 Meckerchips abgeben. Kurz; es braucht ein gutes Augenmass, eine ruhige Hand und Geschick. Ich hatte nichts von alledem gestern Nachmittag und Billy Biber war Dank meiner Hilfe, nach kurzer Zeit erledigt - Sehr zur Freude meiner Töchter die gewannen!

Mich hat es gestern gründlich vom meinem selbstgebauten Damm gerissen und alles meckern half nichts; ich lag zwischen den sinnbildlichen Baumstämmen meines Lebens und wusste kurzzeitig nicht, wie ich da wieder hochkommen sollte...

"Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hofft mein Herz und mir ist geholfen."

Die Bibel, Psalm 28.7


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Mut oder Zumutung?

Es scheint eine natürliche Neigung zu sein, dass Eltern einfach alles tun würden, damit es ihren Kindern gut geht. Das Wohlergehen unserer Kinder steht ganz zuoberst auf der Prioritätenliste. Das ist wahrscheinlich auch gut so und hindert uns in gewissen Momenten daran, den Nachwuchs einfach irgendwo auf einer Strasse abzuladen und davon zu fahren. Unsere enge emotionale Bindung ermöglicht es uns zu lieben, mitzuleiden, zu vergeben und die extra Meile mit ihnen zu gehen, selbst wenn sie dabei schreien. 

Nur stellt sich mir immer wieder die Frage; was IST denn nun „das Beste“?...

"Jedes Kind wird mit genügend Mut geboren, um seinen ersten Aufgaben gerecht werden zu können."

R.Dreikurs


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Von Broten und Fischen

Wenn ich Besuch habe, dann schaue ich, dass genug Essen auf dem Tisch steht. Nicht auszudenken, wenn die Pfannen leer wären und mein Gast noch einen Nachschlag verlangen würde! Von der latenten Befürchtung getrieben, dass genau dies eines Tages eintreffen könnte, koche ich chronisch zu viel. Wenn ich eingeladen werde, komme ich nicht gerne mit leeren Händen, sondern mit einem kleinen Geschenk; vorzugsweise selber gemachte Konfitüre oder etwas Vergleichbares. Auch da gebe ich lieber mit vollen Händen. 

In unserer heutigen Gesellschaft ist es nicht üblich mit leeren, oder gar nur halb vollen Händen dazustehen. Das Ziel ist es, möglichst viel zu haben; viel Materielles, aber auch viele Kompetenzen und Wissen. Mein Nachbar soll doch das Gefühl haben, dass ich aus dem vollen Leben schöpfe! Wer mit leeren Händen dasteht, der ist bitteschön selber Schuld! Von nichts kommt nichts! Ich könnte jetzt darüber schreiben, dass wer volle Hände hat, weitergeben soll, damit sie sich auch immer wieder mit Neuem füllen. Aber ich wurde seit einigen Tagen in einen Prozess hinein genommen, der sich in eine andere Richtung bewegt...

Jesus, ist die grössere Wirklichkeit, Als...


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Die Kraft, die ich brauche

Es gibt sie, diese Tage, an denen ich schon am Morgen, wenn ich die Augen aufschlage weiss: "Das wird ein sch... Tag!" Ich bin vorbildliche Mutter und kann das "SCH- Wort"natürlich nicht ausschreiben, aber ihr wisst schon was ich meine...

Jetzt kann man sich natürlich fragen was zuerst war, das Ei oder das Huhn, der Gedanke oder das Gefühl? Wird es nicht zu einer Festlegung, zu einer sich selbst erfüllenden Prophetie, wenn ich den Tag schon mit solchen Gedanken beginne? Es sind philosophische Fragen, die sich einem stellen könnten, die ich aber ehrlicherweise einfach nicht zu denken vermag, um 7 Uhr morgens, geweckt von meinen 3 enthusiastischen Kindern...

Habt ihr denn nicht gehört? Habt ihr denn nicht begriffen?..."


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Kreativität & Glaube - kein Widerspruch 

Ich bin ein kreativer Mensch. Von meinen kreativen Ausbrüchen und dem Chaos auf meinem Schreibtisch hast du vielleicht schon gelesen. Früher war das kreativ sein für mich ganz leicht; malen, schreiben, basteln. Es war meist nur ein kleiner Schritt, von der Idee zur Tat. Ich liess mich von dem inspirieren was ich sah, was sich in meinem Kopf formte. 

15 Jahre später ist die Kreativität immer noch da, aber manchmal einfach nicht umsetzbar. Da sind immer noch die Ideen in meinem Kopf, aber der Schritt zur Tat scheint nun ein Sprung mit Anlauf. So sehr nimmt mich der Alltag in Anspruch.

Und je weniger ich mich wage eine Idee umzusetzen, umso mehr zweifle ich an meinem kreativ, schöpferischen Können...

"Kreativität erfordert den Mut, Sicherheiten loszulassen."

Erich Fromm


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