Ist "gut" - gut genug?

Letzte Woche bei der Dentalhygienikerin: „Benutzen sie Zahnseide??“… Diese Frage ist einer der Gründe, weshalb ich nicht gerne zur alljährlichen „Rausputzete“  gehe. Wenn ich nämlich die Wahrheit sage, dann muss ich mir eine Predigt anhören, weshalb und warum ich UNBEDINGT täglich die Zahnseide zur Hand nehmen sollte. Ich fühle mich dann jeweils wie ein kleines Mädchen, das vom Lehrer getadelt wird. Nicht ein schönes Gefühl, wenn man schon auf der „falschen Seite der 40“ steht….

"LAss das Perfekte nicht zum Feind des Guten werden."


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Mut-Anfall

Wenn mein zehnjähriger Sohn mir nonchalant sagt: „Mamma, ich bin vom 10 Meter Sprungturm gesprungen.“, dann staune ich jedes Mal mit welcher Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit er das tut! Was muss der Junge für Mut haben, dass er das seit er 9 Jahre alt ist wagt!

 

 Was oder wer entscheidet wohl, für welche Aufgaben und Herausforderungen im Leben wir Mut aufbringen und an welchen wir verzagen?

 

Photo by Biblioteca Valenciana Nicolau Primitiu on Unsplash

"Was immer Du tun und erträumen kannst, du kannst damit beginnen. Im Mut liegen Schöpferkraft, Stärke und Zauber."


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Die Gratwanderung

Ich fühle mich wie ein Bär, der nach seinem Winterschlaf zögerlich, dem Frühling noch nicht recht trauend, aus seiner Höhle kriecht. Das Licht scheint zu hell und die Sinnes-eindrücke sind überwältigend. Genauso wie der Bär instinktiv weiss, dass es Zeit ist aktiv zu werden, weiss auch ich; es ist Zeit aus der Corona-Starre zu kommen und mich dem Leben wieder zu stellen. Aber kann ich dem Leben da draussen noch trauen? Der erste Punkt auf der Agenda eines Bären, der aus dem Winterschlaf auftaucht, ist die Futtersuche er hat einen Bärenhunger!

«Sehnsucht ist der schmale Pfad der Hoffnung auf der Gratwanderung zwischen Verzweiflung und Illusion.»

Debora Sommer


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Die Frage, die mir Corona stellt

Nach so vielen Wochen im partiellen Lockdown fühle ich mich manchmal ganz schön ausgehebelt! Meine Frauenfrühstück Anlässe und Ladies Day Referate wurden abgesagt und anstatt zu Frauen über mein Herzensthema zu sprechen, spreche ich mit meinen Kindern über Mathematik und deutsche Grammatik. Anstatt positive Feedbacks zu meinem Referat zu erhalten und dutzende meiner Bücher zu verkaufen, bekomme ich das Gemotze meiner halb motivierten Kinder und verzweifle über das, in meinen Augen pädagogisch blödsinnige, Französisch Lehrmittel «Mille Feuille». Es macht seinem Namen tatsächlich alle Ehre: 1000 Blätter und ein System, das sich mir einfach nicht erschliessen will. Da hatte man mit dem «Bonne Chance», wie es der Titel so schön sagt, schon etwas mehr Glück ein paar Worte Französisch zu lernen….

 


«Corona stellt mir eine entscheidende Frage: Wer bin ich, wenn ich nicht bin, was ich arbeite, kaufe, zeige, unternehme?»

Maren aus der Zeitschrift «FLOW»


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Ein Hund namens Netflix

Corona sei Dank, leben wir im Moment in einer etwas anderen Realität. Unser Bewegungsradius und unsere Freiheit sind stark eingeschränkt und fordert uns heraus, trotzdem unseren Alltag kreativ zu gestalten.

Wie in meinem letzten Blog beschrieben, ist es im Moment auch erforderlich, gewisse Regeln etwas zu lockern. So schauen wir und die Kinder, etwas mehr Filme als in «Nicht-Corona-Zeiten»...


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Falschfahrer!

Ich hätte nie gedacht, dass ich mal unter die Falschfahrer gehen würde! Aber genau das ist letzte Woche auf der Arbeit passiert… Von einem Klienten kommend, schon an den nächsten Einsatz denkend, stieg ich zackig ins Spitex Auto und fuhr auf die Hauptstrasse hinaus. In flottem Tempo fuhr ich dem nächsten Klienten entgegen, bis mir plötzlich ein Auto auf Kollisionskurs entgegenkam und ich mit einem mächtigen Schock realisierte, dass ich auf der linken Strassenseite gefahren bin!...

 

"Die grösste Gefahr im Strassenverkehr sind Autos, die schneller fahren, als ihr Fahrer Denken kann."

Robert Lembke


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Vergänglicheit & Hoffnung

«Mamma! Guck mal; da ist wieder einer gestorben!» ruft meine Tochter mir aus der Küche entgegnen. Nein; bei uns in der Küche liegen keine toten Leute rum und sie spricht auch nicht von meinen arg vernachlässigten Küchenkräutern auf dem Fensterbrett, sondern: Wir wohnen in Sichtweite eines Altersheims...

Unsere Nachbarn sind dutzende Senioren, die in modernen Zimmern ihren Lebensabend verbringen. Da ist die Dame, die immer morgens in ihrem weissen Nachthemd zum offenen Fenster rausschaut und das Wetter prüft...

Gedenke daran, dass einmal alles zu Ende geht,dass es einmal heisst: nun mach deine Rechnung über dein Leben...

Dietrich Bonhoeffer


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Count your blessings

Gestern im Fontis Shop war es endlich soweit und mein Buch "Die Welt braucht keine Superheldin" hatte zusammen mit mir seinen ersten Auftritt!

Ich war ja so was von nervös und kribbelig im Vorfeld! Als aber nach und nach die Gäste eintrudelten, wurde ich innerlich immer ruhiger. Ich kannte mehr oder weniger jedes Gesicht, jede dieser Frauen ist an irgendeinen meiner Lebensfäden geknüpft. Da waren ein paar, die zu mir in die Beratung kommen und denen ich in meiner Aufgabe als Beraterin und Seelsorgerin zur Seite stehen darf. Da waren die, die vor 20 Jahren mit mir auf einer Sprachschule im Ausland waren oder die mit mir Lager geleitet haben. Da war Familie, ehemalige WG Mitbewohnerinnen, Mitarbeiterinnen, Nachbarinnen, Freundinnen, Frauen aus meiner Gemeinde....


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Eine Ode an die Ehe

Da lese ich doch einen Artikel in einer Schweizer Zeitung zum Thema «verheiratet sein macht krank». Eine Studie scheint bewiesen zu haben, dass verheiratete Paare mehr krank sind als Singles und Ungebundene. Und wenn dann schon nicht die Ehe krank macht, dann aber sicher die Scheidung – und die meine lieben Schweizerinnen und Schweizer ist heutzutage anscheinend schon eine fest eingeplante Option der Ehe...

"Ich gebe weil ich liebe, ich bekomme weil ich geliebt werde - bedingungslos!


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"Ich kann es (noch) nicht!"

Da sass ich nun im Zug auf dem Weg zu einer Prüfung, mit klopfendem Herzen und schwitzenden Händen; meine letzte Prüfung ist über ein Jahrzehnt her! Ich habe gelernt, mein Bestes gegeben, aber die zweifelnde Stimme in mir wollte einfach die Klappe nicht halten! «Was ist, wenn dein Bestes nicht gut genug ist?» flüsterte sie mir wie ein Mantra zu. «Du kannst das nicht, du hast dich bestimmt in deinen Fähigkeiten verschätzt!» - «Du wirst scheitern und dann werden alle dein Versagen sehen!» Ganz bewusst und mit grosser Anstrengung gelang es mir, den Lautstärkenregler für die positive Stimme in mir hochzudrehen:» Du genügst! Du gibst dein Bestes und das reicht! Du wirst nicht scheitern, sondern siegen – und wenn nicht siegen, dann lernst du etwas fürs Leben!»

Damit ich mich auf der 2 Stündigen Fahrt nicht selber innerlich halb totreden musste, hatte ich mir im Vorfeld noch ein Magazin gekauft, das ich gerne lese. Ich schlug die Seiten auf und landete als erstes beim Artikel «Das Gute am Scheitern»!

"Das Leben ist ein Prozess, kein Zustand!"

Antje Gardyan


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